Das gestempelte große B in einem Kreis verblasst so langsam auf meinem rechten Handrücken. Vor mir, unter meinem zweiten Monitor, stehen zwei handsignierte CD’s und hinter mir an der Wand hängt ein neues Poster, ebenfalls mit Autogramm.
In Verbindung mit dem Post-Titel habt ihrs bestimmt schon erraten: Ich war gestern abend in Frankfurt in der Brotfabrik auf einem Konzert von Jasper!
“Immer noch hier” war der Opener des Konzerts. Da dort ein Mädchen namens “Isabell” vorkommt, gabs für die einzige anwesende Isabell nach der Show eine kostenlose Single – geniale Aktion!
Ich hab Jasper das erste Mal live gesehen und war ziemlich beeindruckt. Was ich bisher von ihm zu sehen bekam, über seinen youtube-channel und die Interviews bei clixoom, kam nur teilweise an das ran, was er auf der Bühne zauberte. Er bewies, dass er viel mehr Humor hat, als ich bisher von ihm gesehen habe. Ziemlich am Anfang meinte er: “Ich bekomme ja immer wieder mal Post zugesteckt, damit ich sie zum nächsten Konzertort mitnehme, dort abgebe und der Briefschreiber sich so das Porto spart.” Sprachs und zog einen Brief hervor, der an einen in Frankfurt anwesenden Fan gerichtet war. Ein Freund des Fans aus Berlin hatte ihm geschrieben, dass er leider nicht persönlich anwesend sein könne, wünschte ihm viel Spaß und hat ihm noch “Marschverpflegung” mit beigelegt, die sich dann als McDoof-Gutscheine entpuppte.
Es gab natürlich erstmal großes Gelächter. Aber die Aktion war genial!
Neben den schon bekannten Songs vom Ohrenpost- und Neidlos-Album gabs auch zwei neue Songs. Einer davon war “Single-WG-Bewohner” und handelte von einer Single-WG. Aber nicht von einer WG, in der Singles wohnen, sondern – typisch Jasper-Humor – eine WG mit nur einem Bewohner…
“Dörte D.” gabs als letztes Lied vor der Pause, leider – wie immer – für meinen Geschmack zu langsam. Aber das Publikum sang, tanzte und klatschte trotzdem kräftig mit, nicht nur bei Dörte. In meiner Nachbarschaft standen zwei Jungs, die mit Sicherheit alle Songs auswendig kannten, zumindest haben sie bei jedem mitgesungen
Leider war das Konzert nach gut 2 Stunden (mit 20 min Pause) auch schon wieder vorbei. Schade. Hätt gerne weiter und noch länger zugehört.
Naja, vielleicht klappt ja eins der kommenden Konzerte. Schließlich traf ich beim Warten auf die Autogramme auf Mädels, die 15 min von Frankreich weg wohnten und “mal eben so” 175 km nach Frankfurt gefahren sind…
Ach ja: Um den Titel zu erklären: “Es tut mir Leid, Isabell” ist eine Zeile aus “Immer noch hier” und “Das Gedicht, das kein Lied werden wollte” war wirklich ein Gedicht, das Jasper mit dem Kommentar vorlas: “Manchmal reden die Texte mit mir. Dieser hier beschloss, kein Lied, sondern ein Gedicht zu werden.” Es trägt den Namen “Spatzenpubertät“.

